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Gerade jetzt wo ich diese Zeilen schreibe, bin ich dankbar für den wunderschönen Morgenspaziergang im Wald, den ich mit meiner 20-jährigen Tochter gemacht habe. Seit wir der Ausgangssperre vor 14 Tagen haben wir es uns angewöhnt, jedoch Morgen in den Wald zu gehen. Wie wunderbar für uns, so viel Zeit miteinander zu verbringen. Es ist nicht selbstverständlich, dass eine Zwanzigjährige täglich mit ihrer Mutter spazieren geht! Das ist für uns beide sehr schön, wir führen wunderbare Gespräche und wissen, dass wir uns noch vor einem Monat keine dafür Zeit genommen hätten. Dafür bin ich sehr dankbar.

Gerade jetzt, wo nichts mehr so ist wie noch vor einem Monat, ist Dankbarkeit eine wunderbare Möglichkeit, um wieder ins Vertrauen zu kommen.

Ja, wir alle leiden unter der momentanen Situation.  Und doch gibt es Tag täglich so viel, wofür du dankbar sein kannst. Am Morgen, wenn du in deinem gemütlichen Schlafzimmer gesund aufwachst, nimm dir einen Augenblick Zeit, dankbar dafür zu sein. Dankbar zu sein, in einem warmen Bett schlafen zu können, dankbar zu sein, gesund zu sein. Dankbar zu sein, dass wir uns auf unser Gesundheitssystem verlassen können. Dankbar zu sein für die vielen ÄrztInnen, Krankenschwestern und PflegerInnen, die sich um uns kümmern, wenn wir krank sind. Dankbar zu sein, für die gute Allgemeinversorgung, die sichergestellt ist. Es gibt tausende Gründe, dankbar zu sein.

Gerade diese Zeit eignet sich gut, mit neuen Ritualen zu beginnen:

Ich habe seit Jahren ein umfangreiches Morgenritual. Ich wache sehr früh auf und mache mir einen Kaffee oder Tee. Danach meditiere ich zumindest eine halbe Stunde in Stille. Danach schreibe ich in mein Journal meine Gedanken, die ich morgens habe – jeden Tag. Ich notiere mir auch, was mir am jeweiligen Tag besonders wichtig ist. Zum Abschluss schreibe ich drei Dinge auf, wofür ich besonders dankbar bin. Als ich vor Jahren damit begonnen habe, waren das noch große Dinge wie, dass mein/e Partner/Kinder/Eltern gesund sind oder dass ich ein gemütliches Heim habe… Mittlerweile sind es oft ganz keine Dinge, die mir dazu einfallen, wie etwas mein schöner Stift, mit dem ich schreibe, ein Lächeln meiner Tochter….

Das Schöne an dieser Gewohnheit ist, dass du mit der Zeit feststellen wirst, dass dir viel mehr kleine Dinge und Gelegenheiten auffallen, wofür du dankbar bist. Dein Blick richtet sich automatisch auf das, was du alles in deinem Leben hast und nicht mehr auf das, wovon du glaubst es haben zu müssen.